Schritt für Schritt: Gartenteich selber anlegen

Ein eigener Gartenteich ist ein kleines Naturparadies – und viel einfacher anzulegen, als viele denken. Ob mit fertiger Teichschale oder individuell gestaltetem Folienteich: Mit etwas Planung, den richtigen Materialien und ein wenig Geduld entsteht in eurem Kleingarten ein lebendiger Blickfang, der schon bald von Molchen, Libellen und vielen anderen Tieren entdeckt wird.

Ein Teich bringt Ruhe, Bewegung und eine besondere Atmosphäre in den Garten. Wasser reflektiert das Licht, lockt Tiere an und schafft einen wertvollen Lebensraum. In unserem Beispiel ist der Teich inzwischen fast sieben Jahre alt – und bereits im ersten Jahr sind Molche aufgetaucht, dazu Libellenlarven und viele weitere Wasserbewohner. Und keine Sorge wegen Stechmücken: In einem naturnahen Teich werden ihre Larven von den dort lebenden Tieren gefressen.

Bevor ihr loslegt, werft einen Blick in die Gartenordnung. Der Teich darf – inklusive Flachzonen – bis zu 18 Quadratmeter groß sein und eine maximale Tiefe von 80 cm haben. Wichtig ist außerdem ein Mindestabstand von 1,50 Metern zum Nachbargrundstück.

Bei der Bauweise habt ihr grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Teichschalen sind eine günstige und schnelle Lösung. Achtet beim Kauf unbedingt auf geeignete Materialien: kein PVC, besser langlebiges PE (Polyethylen).

Ein Folienteich bietet euch mehr Gestaltungsfreiheit und lässt sich optimal an euer Gelände anpassen. Besonders empfehlenswert ist EPDM-Folie – sie ist umweltfreundlich, sehr haltbar und flexibel. Als Unterlage unter die Folie eignet sich ein Schutzvlies, damit keine Steine oder Wurzeln das Material beschädigen.

Beim Aushub solltet ihr verschiedene Tiefenzonen einplanen. Viele flache Uferbereiche sind besonders wichtig, denn sie schaffen Lebensraum für Pflanzen und Tiere und sorgen für ein stabiles biologisches Gleichgewicht. Für die Ausgestaltung helfen Sand als Ausgleichsschicht, Kies für natürliche Übergänge und größere Steine zur Stabilisierung der Ränder.

Ein praktischer Tipp: Nutzt das Wasser selbst als „Wasserwaage“. Füllt den Teich zunächst und kontrolliert, ob die Ränder überall auf gleicher Höhe liegen. Erst danach gestaltet ihr die Uferzonen endgültig und passt sie höhenmäßig an.

Ganz entscheidend ist eine klare Trennung zwischen „innen“ und „außen“. Die Folie wird am Rand hochgeklappt und zum Beispiel mit großen Steinen befestigt. Diese sogenannte Kapillarsperre verhindert, dass sich der Teich durch den Kapillareffekt langsam leersaugt. Ohne diese Barriere kann Wasser unbemerkt ins umliegende Erdreich abwandern.

Ist alles bepflanzt, heißt es: beobachten und staunen. Die Natur findet ihren Weg – oft schneller, als ihr denkt.

Wenn ihr Beratung zum Teichbau braucht, meldet euch gern unter

fachberatung@klgv-flora.de Weitere Informationen findet ihr hier.

Außerdem haben wir regelmäßig Wasserpflanzen abzugeben. Sprecht uns einfach an!

Ein eigener Gartenteich ist ein kleines Naturparadies – und viel einfacher anzulegen, als man denkt. Ob mit fertiger Teichschale oder individuell gestaltetem Folienteich: Mit etwas Planung, den richtigen Materialien und ein wenig Geduld entsteht in deinem Kleingarten ein lebendiger Blickfang, der schon bald von Molchen, Libellen und vielen anderen Tieren entdeckt wird.